18.Tag

Starker Wind, rundherum immer wieder Regen, aber wir stehen beim Tauchplatz „Invisible“ in der Sonne und genießen den Wind. Und auch den Anblick von wirklich dicken Tauchern (da ist Conny nix dagegen), wie sie Händchen haltend aus dem Wasser kommen. Gut, das war nicht nett. Ihre Beine hatten halt nicht genug Standfestigkeit bei den Wellen und sie brauchten Stütze. Wir tauchten schnell ab, ein wunderschönes Riff. Beim langsamen Auftauchen sieht Alexandra einen großen Adlerrochen ganz unten über dem Sand entlang schweben. Natürlich gibt sie Gas, dem Rochen hinterher nach unten. Klar, er ist viel schneller, aber so schön anzusehen. Als sie sich umdreht, um wieder höher zu tauchen, sieht sie Dette neben sich. Später erzählt er, er hat nur gesehen, wie sie abzischt, dachte, da muss was sein und raste daher mit nach unten.

Zwischen Riff und Ausstieg ist ein breiter Sandstreifen. Der wurde nicht langweilig, denn erst war da eine Scholle, dann eine Schildkröte.

Beim nächsten Tauchgang wurde klar, dass Alexandra auf kleine Makrelen ziemlich anregend wirkt. Schon wieder nutzte so ein kleiner Fisch sie als Deckung. Blitzschnell jagt er los und kommt kauend ruhig zurück. So geht das eine halbe Stunde lang, bis eine zweite Makrele daher kommt. Und dann schützt Alexandra noch eine Viertelstunde lang gleich zwei Fischlis.

Am meisten los war aber bei der Basis, Buddy´s Reef. Andi sagte, die Tarpune toppten noch die Esel am Fußballfeld. Schiedsrichter waren mehrere Barrakudas. Das war dann sogar Andi zuviel …

Die Tauchgänge am Hausriff führte Dette. Er wurde dabei beobachtet.  Conny oder Andi meint er dabei nicht. Immer in äußerster Sichtweite, da wo sich das Sichtbare ins Blaue des Meeres verliert, tauchten Schatten von grossen Meeresbewohnern auf. Man kann sie nicht genau erkennen. Haie sind es nicht. Aber groß sind sie. Und sie beobachten Dette. Dette weiß das. Conny weiß das. Aber man kann sie nicht genau erkennen. Normalerweise würde Conny zu Dette sagen:“ Das ist eine im Wasser versenkte und umhertrudelnde Plastikmülltüte.“
Sagt er aber diemal nicht.
Unheimlich!
Sehr Unheimlich!

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